Kammermusik 2019

Auch dieses Jahr erklangen die von Wolfgang Kury und Caroline Krömmelbein meisterlich gebauten Streichinstrumente in den Händen grandioser Musiker.

Samstag, 02. November 2019, 19:00 Uhr
im Historischen Gartensalon von Schloß Heiligenberg, Jugenheim

Manuel Fischer-Dieskau, Violoncello
Karin Lorenz, Violine
Sae-Nal Lea Kim, Klavier

Unser Publikum war begeistert von den Künstlern und den Instrumenten !
Manuel Fischer-Dieskau spielte an diesem Abend auf einem Nachbau von Francesco Rugeri von 1717, ebenso Karin Lorenz auf einem Nachbau der Stradivari Tartini von ca 1720.

Wenn man Manuel Fischer-Dieskau's Violoncellospiel mit einem Satz beschreiben wollte, so könnte es dieser sein: Mit dem Cello singen und Geschichten erzählen. Seit frühester Kindheit umgeben von der Stimme seines Vaters, des legendären Sängers Dietrich Fischer-Dieskau, begreift MFD früh und intuitiv: Musik ist immer Kommunikation, Emotion und Passion! Nach dem Studium bei Wolfgang Boettcher (Berlin), Janos Starker (Bloomington/Indiana University, USA), William Pleeth (London) und Arto Noras (Helsinki), beginnt seine frühe, internationale Karriere des Cherubini-Quartetts, mit dem er auf fast allen bedeutenden Podien der Welt konzertiert. 2007 wurde er als Professor für Violoncello und Kammermusik an die Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg Universität Mainz berufen.

Prof. Karin Lorenz wurde in Minden/Westfalen geboren und tritt bereits seit ihrem zehnten Lebensjahr in Konzerten auf. Sie studierte bei Valery Gradow, Jens Ellerman, Rosa Fain und Viktor Liberman. Karin Lorenz bekam nicht nur erste Preise bei „Jugend musiziert" , sondern war auch Preisträgerin mehrerer internationaler Violinwettbewerbe, wie dem „Internationalen Violinwettbewerb Ludwig Spohr", Freiburg, dem „Robert-Schumann-Wettbewerb“, Düsseldorf und dem "Concours Igor Oistrach", Iserlohn. Ihr wurde außerdem der Kulturpreis der Unnaer Wirtschaft und der Förderpreis der Internationalen Musikfestwochen Luzern zuerkannt.

Sae-Nal Lea Kim wurde in Seoul, Südkorea geboren. Seit ihrem siebten Lebensjahr lebt sie in Deutschland. Sie erhielt ihre Ausbildung als Jung- und Vollstudierende zunächst an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Peter Eicher, später an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in der Klasse von Prof. Bernd Goetzke. Dort schloss sie ihr Studium mit Diplomen in Instrumentalpädagogik, Künstlerischer Ausbildung und dem Konzertexamen ab. Kim ist derzeit als Lehrbeauftragte für das Fach Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover beschäftigt, war als Lehrende am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter tätig und wurde ab Oktober 2018 als Vertretungsprofessorin an die Hochschule für Musik Mainz berufen.

 

Sonntag, 03. November 2019, 15:00 Uhr, Gartensalon

Zum Vergleich standen zwei Celli aus der Geigenbau-Werkstatt Wolfgang Kury und Caroline Krömmelbein:
 - der Nachbau von Francesco Rugeri 1717 und
-  der Nachbau der neuen Stradivari Bonamy 1717

Der Vortrag von Wolfgang Kury interessierte die zahlreich erschienenen Zuschauer/Zuhörer sehr und sie beteiligten sich rege an den Diskussionen.

Für den Klangvergleich spielte Maja Weber kleine Stücke abwechselnd auf beiden Instrumenten.

 

Sonntag, 03. November 2019, 17:30 Uhr, Gartensalon

Abschlusskonzert mit dem Duo Leonore

mit Maja Weber, Violoncello und mit dem Pianisten Per Lundberg.

Maja Weber wurde 1974 in eine Musikerfamilie hinein geboren und begann im vierten Lebensjahr mit dem Cello-Spiel. Noch während der Schulzeit gründete sie mit ihrer Schwester ein Streichquartett, das als professionelle Formation den Namen Amar Quartett erhielt. Ihre Ausbildung begann sie an der Musikschule in Winterthur, danach wechselte sie an die Hochschule für Musik in Köln und studierte bei Frans Helmerson als Cellistin und als Kammer-musikerin im Alban Berg Quartett. Im Jahr 2007 gründete Maja Weber das Stradivari Quartett, es zählt heute zu den führenden Streichquartetten der Schweiz und gastiert weltweit.

Per Lundberg wurde 1962 in Stockholm geboren und begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel. Ein prägendes Hörerlebnis von Tschaikowskis 1. Klavierkonzert war der Schlüssel, sich als Zehnjähriger endgültig dem Instrument zuzuwenden und die Laufbahn eines Pianisten einzuschlagen.
Maja Weber, Cello und Per Lundberg, Klavier, spielen seit über 20 Jahren zusammen Kammermusik, meist als Klavierquartett und -quintett. Gemeinsam ein Duo zu gründen, war eine natürliche Folge der bisherigen Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt einer künstlerischen Zusammenarbeit steht immer ein starkes Bedürfnis nach Ausdruck und dies hat sich, wie viele andere Dinge in unserer Gesellschaft, seit Beethovens Zeit kaum verändert.  

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