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Walter Renneisen

Samstag, 29. November, 19:00 Uhr
Im Gartensalon Schloss Heiligenberg

Der Verein „Kultur im Schloß Heiligenberg“ veranstaltete auch in diesem Jahr zu Beginn der Adventszeit traditionell einen Abend mit Walter Renneisen.
Walter Renneisen muss man kaum noch vorstellen, denn man kennt ihn schon lange. Er ist in Raunheim geboren, nach dem Abitur in Rüsselsheim studierte er in Köln und Mainz Theaterwisssenschaften, Germanistik und Philosophie . Anschließend besuchte er die Schauspielschule in Bochum und begann auch dort seine Schauspielerkarriere, danach in Darmstadt. Viele kennen ihn aus diversen Krimis und seit 1977 arbeitete er als freier Schauspieler an verschiedenen Bühnen. Und seit 1995 geht er mit seinen eigenen Theaterproduktionen auf Tournee.

Walter Renneisen neues Programm erzählte vom Theater – ein Ort, an dem Träume laufen lernen, Egos stolpern und Legenden geboren werden. Hier glänzen Kronleuchter über königlichen Rängen, und doch beginnt alles im staubigen Probenraum, wo aus einem schief gemurmelten Satz manchmal ein Meisterwerk entsteht. Es ist die Welt der großen Gefühle und kleinen Katastrophen: Premierenapplaus, der das Herz höher schlagen lässt – und Kritiker, die es im nächsten Satz wieder brechen. Man erinnere sich nur an die wohl kürzeste Theaterkritik aller Zeiten: „Als ich um 11:00 Uhr auf die Uhr schaute, war es 8:15 Uhr.“ Das Theater ist voller Geschichten. Einige glänzen, andere quietschen. Wie jene Mutter, die zwei Söhne hatte: Der eine fuhr zur See, der andere ging ans Burgtheater in Wien. Von beiden hörte sie nie wieder.
Wer wie Walter Renneisen sechs Jahrzehnte auf den Brettern gestanden hat, die angeblich die Welt bedeuten, weiß: Es sind eher Bretter, die die Wahrheit verraten. Aus diesen 60 Jahren sammelt er Anekdoten wie ein Kapitän Seemannsgarn.  Ein Abend voller Geschichten über Rampenlicht und Requisitenkeller, göttliche Momente und menschliche Schwächen – mal zart, mal bissig, immer wahrhaftig. Theater – wie es wirklich ist. 

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